Restauration
Restaurierungsbericht der Orgel der Wallfahrtskapelle Maria Birnbaum / Heilig Bäumel in Matting
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Manual C – C´´´ kurze Oktave
- Principal 4´
- Salicional 8´
- Flöte 4´
- Copel 8´
Pedal C –a° kurze Oktave
Offener 8´ in Holz
Der Erbauer der Orgel konnte nicht eindeutig ermittelt werden. Einige Hinweise deuten auf das Baujahr 1828 hin. Im Jahr 1868 wurde sie vermutlich vom Orgelbauer A. Ehrlich von ihrem alten Standort, in die Wallfahrtskapelle Maria Birnbaum / Heilig Bäumel in Matting eingebaut. Die Orgel war bei Restaurierungsbeginn in einem nicht mehr spielbaren Zustand. Nach Aufnahme der Substanz und Konzept des Instruments wurde schnell klar, dass die vorhandenen Teile in Machart originalgetreu restauriert bzw. rekonstruiert werden müssen.
Windanlage
Die zwei Keilbälge wurden zerlegt, die Risse zugespundet und von neuem wieder aufgebaut und beledert. Zudem wurde die Kalkantenbetätigung, die aus zwei Seilen bestand, wieder rekonstruiert. Als Zusatz bekam die Orgel noch eine elektrische Windversorgung, um auch ohne Kalkantenhilfe spielen zu können. Bei den Kanälen wurden die Risse zugespundet.
Windladen
Bei der Pedallade, die Originalzustand aufwies, wurden folgende Arbeiten durchgeführt:
- Ventile abgerichtet und neu beledert
- Ventilbett abgerichtet und papiert
- Lederpulpeten neu
- Abzugsdrähte neu
- Spunddeckel beledert
Die Manuallade wurde wieder mit Lederpulpeten versehen, ansonsten wurden die gleichen Arbeiten durchgeführt, wie bei der Pedallade.
Klaviaturen
Manual- und Pedalklaviaturen waren in sehr schlechtem Zustand.
- Einzelne Tasten bekamen neue Beläge
- Sämtliche Führungsstifte wurden ausgetauscht
- Anhängeösen wurden erneuert
- Führungen wurden neu beledert
- Gebrochene Federn wurden ersetzt
Tontraktur
Bei den Wellenrahmen wurden Ärmchen entrostet und die Wellen neu gestiftet. Abstrakten wurden nach altem Vorbild erneuert.
Pfeifenwerk
Die Metallpfeifen wurden vom Pfeifenmacher gesäubert und ausgebeult, fehlende und nicht mehr spielbare Pfeifen erneuert. Die zinkenen Prospektpfeifen bekamen einen neuen Anstrich.
Holzpfeifen, die nicht mehr richtig ertönten, wurden mit Lack ausgegossen. In den hohen Lagen wurden ca. 30 Pfeifen durch neue ersetzt.
Gehäuse
Fehlende Gehäuseteile wurden nach historischen Gesichtspunkten ergänzt.
